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Dietrich Faber: Toter gehts nicht

Ein paar Tage auf dem Sofa machten es mir möglich, dieses Buch mal eben schnell fertig zu lesen ... okay, gut ich wäre noch viel schneller fertig geworden, wenn ich nicht soviel in die elektronische Großmutter geschaut hätte.... aber nur lesen ist ja auch langweilig ;-)
Zusammenfassung:
Henning, seines Zeichens Kriminaloberkommissar wird an Fasching zu einem Mordfall gerufen. Der Tod liegt tot hinter dem Feuerwehrgerätehaus. Toter gehts einfach nicht.
Henning, ist seines Zeichens aber auch verheiratet mit Franziska und hat zwei Kinder, Melina pubertäre 14 Jahre alt und Laurin, 5 Jahre alt, bettnässender Vorschüler. Mit von der Partie ist außerdem der ständig furzenden Familienhund, genannt Berlusconi.
Tja, und da das Leben in Hessen alles andere als gerecht ist, hat Henning, als er vom toten Tod zurückkehrt seine Kinder und den Hund an der Backe.... weil das Frauchen auf und davon ist.
Mein Fazit:
Als ich mir das Buch Mittwoch gekauft habe, dachte ich an einen deutschen, genauer an einen hessischen Krimi - in dem es primär um die Aufklärung des Mordes rund um den toten Tod geht.
Heute, Sonntag, denke ich: weit gefehlt - in diesem Buch geht es nur terziär im die Aufklärung des gewaltsam zu Tode gekommenen Todes, hier geht es primär und auch sekundär um die Probleme die Henning, generell mit sich selbst und durch das 'Weglaufen' seiner Frau hat. Der Mann könnte einem leid tun, aber eigentlich genau genommen ist er an der Misere zu 50 % beteiligt. Also bitte kein Mitleid mit dem Protagonisten!
Der Mann ist eine Memme durch und durch - was er auch selber weiß - aber nichts dagegen unternimmt. Daher ist es voll verständlich, wenn Franziska sich einfach mal eine Auszeit gönnt ... denn nichts ist am Ende mehr so wie es den Anschein hatte. Denn irgendwie hat doch alles mit dem toten Tod hinter dem Feuerwehrhaus zu tun. Auch wenn der wirklich nur die dritte Geige das Keyboard spielte.
Die Abgründe die sich in den hessischen Dörfern auftun tragen ihren Teil zum Amüsement beim Leser bei....
Dietrich Faber hat seine Sache in seinem Debüt wirklich gut gemacht. Er schreibt witzig, spritzig und voller Elan. Läßt seinen Kommissar in der Sauna auch mal ganz textilfrei sein - so wie er am Ende auch irgendwie befrei wirkt.
Sehr lesenswert!
Silly 13.11.2011, 12.34
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