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Stellung beziehen
Stellung beziehen heißt es. Eine Stellung nehmen zu einem 30 m Mobilfunksendemast, der direkt am Spiel- und Bolzplatz in Friedrichshafen-Ettenkirch aufgestellt werden soll, damit - man höre und staune - die kleinen Teilgemeinden, die nun im Zuge von T-City kein Glasfaserkabel bekommen haben, im Internet surfen können.
Eine nette Idee, denken sicher diejenigen, die das betrifft. Aber mal ehrlich, haben die sich überhaupt richtig informiert? Oder andere Frage: wurden die überhaupt richtig informiert? Und wenn ja von wem?
Die Telekom wird imho hier sicherlich keinen Mobilfunkmast aufstellen, nur damit ein paar Nasen surfen können. Das würde sich doch alles andere als lohnen - und auch ein Mobilfunksendemast muß rentabel sein. Imho will die Telekom hier einen Mobilfunksendemast aufstellen, damit man ein Funkloch ausfüllen kann. Und die Telekom wird dann doch ganz sicher auch den vielen Platz an dem Mast an andere Mobilfunknetzbetreiber weitergeben. Ach, und was auch auf den Mast kommt - ein HotSpot, damit die Mamis und Papis in Elternzeit, zukünftig mit Laptop im Sandkasten surfen und buddeln können. 
Außerdem wenn man mal die Ausrichtung der Antennen betrachtet, so sind die alles andere als auf die betroffenen Weiler ausgerichtet. Vielleicht sollte das ja schon mal etwas zum Nachdenken anregen?
Was mich an dieser Sache eigentlich wirklich aufregt ist die Art und Weise, wie man im Ortschaftsrat diesen Sendemasten genehmigen wollte. Eigentlich sollte werden, ohne die Büger vorher zu informieren - leider ist das mal GsD kräftig in die Hose gegangen, und dass nun Anwohner Sturm gegen den Masten laufen führt zur großen Verwunderung.
Über den eigenen Tellerrand hinausschauen ist nicht gerade die Stärke der Menschen hier in Oberschwaben und am Bodensee - das ist mir schon aufgefallen, als wir in diese Region gezogen sind. Eigene kleine Süppchen kochen und möglichst nicht auffallen, keine Stellung beziehen.
Vor allem, beziehen die Menschen keine Stellung, die in irgendeiner Form in Vereinen tätig sind oder einen kleinen Betrieb haben. Vor was haben die Angst? Ist das kein freies Land mehr, indem man seine Meinung offen vertreten darf? Oder wird einfach keine Stellung bezogen, weil man keine Meinung/keine Stellung / keine Position zu dem Thema hat?
Wenn dem so ist, dann sage ich nur: armes Volk....
Meine Stellung ist klar: ich will diesen Mast auf keinen Fall. Ich brauche ihn defintiv nicht. Ich muß Zuhause nicht mit dem Handy telefonieren können, ich muß das sowieso nur in Ausnahmefällen. Ich brauche auf dem Spiel- und Bolzplatz kein HotSpot. Ich brauche ganz sicher nicht noch mehr Strahlung, die tagtäglich auf meine Familie einwirkt.
Selbst wenn man kein Internet über die Dt. Telekom haben kann, es gibt andere Möglichkeit ins Netz zu kommen - man muß sich nur mal informieren und nicht darauf warten immer alles fertig geliefert zu bekommen.
Stellungnahmen sind ausdrücklich willkommen und gewünscht. 
Silly 03.03.2008, 09.15
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Kommentare zu diesem Beitrag
Ich wär auch gegen den Masten, man muss nicht noch mehr Smog erleiden als ohnehinschon.
Das Leute mit Geschäften sich nicht äussern IST Angst, nämlich die Angst andere könnten anderer Meinung sein und nicht mehr kaufen, ich kenn das und halte es für Duckmäusertum, Ex Familie ist auch so.
Die Anderen Argumente nicht mit dem Handy telefonieren zu müssen zu Hause und keinen Hotspot zu haben am Sandkasten sehen viele Leute ganz anders, die brauchen sogar nen Hotspot in ihrem Kaffeeladen, aber die leben eh nicht in der Realen Welt, ich bräuchte es auch nicht.
Ich drück euch ganz dolle die Daumen, dass die Vernunft siegt und ihr den Masten wegbekommt.
Liebe GRüsse
Sabine
vom 03.03.2008, 11.39





Hallo,
ich hab die Sache etwas in der Zeitung mitverfolgt...kein Mensch braucht diese Dinger. Ich finde es gut, dass ihr da was auf die Füsse stellt. Die Gesellschaft lebt Gott sei Dank nicht nur von den Duckmäusern. Wir sind das Volk..ha-ha. Wir sollten viel öfters auf die Barrikaden gehen und es denen da oben, oder sonst wo nicht so einfach machen.
Zum Thema Kommunalpolitik...nunja, euer Ortsvorsteher ist auch eher der Weichspüler..:) Und das Problem von dem Gremium ist immer, dass die gewählten Vertreter es ständig vergessen, dass sie nicht für sich selbst dort sitzen, sondern die Interessen der Bürger vertreten. Nunja, daran wird man nichts verändern...schätze ich.
Grüße und Gute Nacht
Sabine
vom 04.03.2008, 23.26